Burnout-Rückfall: Darmsanierung und Nährstofftherapie

Burnout Darmsanierung Nährstofftherapie
Anja

Anja

Ich gehe den schamanischen Weg, bin Bewusst-SEINS-forscherin und (Welten)Reisende.

Startseite

Follow Hello Pachamama!

Hello Pachamama

Als wir im September ‘21 in unser neues Leben als Perpetual Traveler aufgebrochen sind, hatte ich die Hoffnung, dass sich mein gesundheitlicher Zustand verbessern würde. Leider kommt unERhofft oft. Wir hatten sowohl in Paraguay als auch in Kolumbien viel Stress, vor allem mit Lautstärke und dementsprechend mangelnder Schlafqualität, was gerade für mich, meinen ohnehin zerstörten Schlaf-Wach-Rhythmus und mein völlig überreiztes Nervensystem absolutes Gift war. Die guten Ergebnisse der zuvor durchgeführten Darmsanierung und Nährstofftherapie verpufften schnell im Nichts. Auch, weil wir – ab jetzt aus Rucksäcken lebend – keinen ausreichenden Vorrat an Nährstoffen mitnehmen konnten. Und so baute ich zuletzt gesundheitlich immer mehr ab. 

1. Lebensmittelqualität in Südamerika: ungenügend 

Ein weiterer Faktor war auch die Lebensmittelqualität in Südamerika. Ich bin mit einem sehr guten Darmstatus abgereist, hatte meine Verdauung sehr gut eingestellt und auch mein Mikrobiom war gut erholt. Es hat etwa eine Woche gedauert und all die Errungenschaften waren dahin. Meine Erklärung dafür ist, dass die Lebensmittel dort extrem mit Giften verpestet sind und mein Mikrobiom gefühlt vom Fleck weg gekillt haben. Martin hat das bei sich durchaus auch gemerkt, doch er hat diesbezüglich nicht so zu tun, wie ich. Ich weiß von anderen Auswanderern aus Paraguay, dass sie ebenfalls Probleme mit dem Obst und Gemüse bekommen haben. Beispielsweise in Form von ausgeprägten Entzündungsreaktionen im ganzen Mundraum, so dass sie quasi gar nichts mehr essen konnten. Das ist so schade, da es dort so tolles Obst und Gemüse gibt. Doch was nützt es, wenn es komplett verpestet ist? Man könnte dort nur leben, wenn man genug Ackerfläche hat, wirklich alles selbst anzubauen. Ich hatte überhaupt kein gutes Gefühl mehr beim Essen und habe mich die ganze Zeit nur noch gefragt, was ich meinem Körper damit antue. 

2. Ich schickte uns auf Kur

Das Ende vom Lied war, dass es mir im Sommer auf Zypern immer schlechter und schlechter ging und ich keine Energie mehr hatte. Also haben wir die Reißleine gezogen und einen Boxenstopp dort eingelegt, wo wir alles problemlos kaufen konnten, was wir für eine umfangreiche Kur, die ich uns beiden verordnet hatte, brauchten. Ich hatte mich die letzten Monate intensiv zu verschiedenen Themen weitergebildet (hier, hier, hier und hier habe ich einen Teil der Erkenntnisse für dich verschriftlicht) und basierend darauf eine Kur für Martin und mich zusammengestellt. Während ich das schreibe läuft sie immer noch und wird auch noch eine Weile dauern. 

Kern der Kur ist eine Darmsanierung zum Start mit darauf folgender Nährstofftherapie inklusive leichter Ernährungsanpassung, denn man lernt ja nie aus. Sie setzt sich also aus drei Bausteinen zusammen:

  • Baustein 1: Darmsanierung
  • Baustein 2: Nährstofftherapie
  • Baustein 3: Ernährungsanpassung

Ich werde dir im Folgenden alle Bausteine und Elemente aufschlüsseln. 

3. Baustein 1: Darmsanierung

Im Darm sitzt entweder der Tod oder das Leben. Wir entscheiden und sind dafür verantwortlich, welches Tor wir öffnen. Ich entscheide mich natürlich immer für das Leben und habe die Kur mit einer intensiven Darmsanierung begonnen. Dazu habe ich mich an den Methoden von Andreas Kalcker orientiert, jedoch nicht so brachial durchgeführt wie er. Ich sehe davon ab, im Detail auf das Mittel einzugehen, das sein Steckenpferd ist, und beschreibe lediglich das Prozedere, denn ich möchte nicht abgemahnt werden. Bitte mach dich schlau, auf welchem Gebiet er der Pionier ist. Wir haben das Mittel bereits 2020 / 21 ausführlich angewendet, auch als Darmspülung, und sind seitdem große Fans. Ich hatte

damals einen Darmpilz (kein Candida – zum ganzen Artikel hier), der nach der Kur weg war. Nur mit Probiotika, die mir damals verordnet wurden, hätte ich das sicher nicht geschafft. 

3. 1. Darmspülungen

Startschuss für die Kur und die Darmsanierung waren fünf Darmspülungen nach dem Parasitenprotokoll von Kalcker. Angefangen an Tag eins abends und dann die darauffolgenden Tage ebenfalls am Abend. Ich habe offen gelassen, wie viele am Stück wir machen, da das doch anstrengend ist, mein Darm das nach ein paar Tagen auch nicht mehr so gern mag und die Spülung dann zu sehr hält, statt sie zurückzugeben. Ich schätze, das liegt am Reizdarm.

Das Protokoll für eine intensive Parasitenkur von Kalcker sieht tägliche Darmspülungen in den ersten 18 Tagen eines Monats über drei Monate mit dem Mittel vor. Das ist aber, wie geschrieben, eine sehr harte Parasitenkur, wenn gar nichts mehr fruchtet und man es mit diversen Würmern im Darm zu tun hat. Dazu muss man entsprechende antiparasitäre Medikamente nehmen, die es nur auf Rezept gibt. Wir wollten nicht die erfolglose Tour zum Arzt machen, da wir höchstwahrscheinlich auch keinen Befall mit den gängigen Parasiten hatten und all die anderen, von denen man evtl. befallen ist, bei den herkömmlichen Tests nicht gefunden werden. Man gibt hierfür eine Kotprobe ab, die dann erstmal mindestens bis zum nächsten Tag im Labor steht. Wenn man sie einschickt, ist sie noch länger unterwegs. Bis zum eigentlichen Test haben sich die meisten Parasiten dann selbst zerstört, da sie einen eingebauten Selbstzerstörungsmechanismus besitzen, der aktiviert wird, sobald sie den Wirt verlassen. Klingt total scary, sagt jedoch Dr. Klinghardt! Schon nach etwa 15 Minuten sind sie nicht mehr nachweisbar. Zudem wird sowieso nur auf ein paar übliche Verdächtige getestet.

3. 2. Antiparasitäre Mittel

Die verschreibungspflichtigen Medikamente aus dem Protokoll habe ich durch phytotherapeutische Mittel ersetzt: 

  • Schwarznusskapseln: schwarze Walnuss, antiparasitär 
  • Wermutkapseln: ebenfalls antiparasitär und auch speziell gegen Würmer

Diese haben wir etwa einen Monat lang nach Dosierungsanleitung eingenommen. 

  • Neemkapseln

Sieht Kalcker im Protokoll vor. Haben wir nach Vorgabe eingenommen.

  • Diatomeenerde: antiparasitär, wichtiges Spurenelement

Einnahmedauer zwei Monate, dann zwei Wochen Pause und nochmal von vorn. Das kann man in mehreren aufeinanderfolgen Zyklen machen.

Kalcker verwendet im Protokoll Diatomeenerde. Das ist reines Silizium in Pulverform. Die scharfkantigen Kleinstteilchen dieser Siliziumerde sollen Parasiten äußerlich verletzen, so dass sie sterben und ausgeschieden werden können. Zusätzlich putzt die Erde, wie z. B. Bentonit oder Zeolith, den Darm. Silizium ist ein wichtiges Spurenelement, das in unserer Ernährung zu kurz kommt. Es hält unter anderem unser Gewebe elastisch und vor allem Organe wie Magen, Darm und Lunge, die auf große Elastizität angewiesen sind, brauchen Silizium. Ob man mit der Diatomeenerde gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen kann, bleibt offen, da ich nirgends Informationen gefunden habe, ob das Silizium hier in einer bioverfügbaren Form vorliegt. Selbst das Silizea, das man in der Drogerie kaufen kann, ist nicht unbedingt für den Körper verwertbar. Ich setze darauf, dass mein Körper sich ein bisschen Silizium ziehen kann und es sich über die Einnahmedauer akkumuliert

Dosierung: Morgens und mittags je ein TL mit ausreichend Wasser trinken. Abstand zu den Mahlzeiten am besten eine Stunde, da Diatomeenerde Nährstoffe zieht. Wer empfindliche Schleimhäute hat, sollte eine Kleinigkeit dazu essen, da die relativ groben Partikel diese reizen können. Ich habe hier keine Probleme. Achtung: In Lebensmittelqualität kaufen! Ich habe hier im Netz nur zwei passende Produkte gefunden. 

Dabei ist allerdings zu beachten, dass Parasiten nach ihrem Tod Giftstoffe, wie Schwermetalle, in den Körper freisetzen, von denen sie sich in uns ernähren. Giftstoffe locken Parasiten an und bieten ihnen eine ausgezeichnete Lebensgrundlage in unserem Körper. Es ist also wichtig, diese zu binden und auszuscheiden. Daher setze ich auf eine zusätzliche Einnahme von Flohsamenschalen.

3. 3. Flohsamenschalen

Flohsamenschalen besitzen nicht nur hervorragende bindende Eigenschaften, sondern bieten auch den Darmbakterien gutes Futter (Präbiotikum / Ballaststoff), pflegen die Schleimhäute im Magen-Darm-Trakt und kurbeln die Verdauung durch ihren quellenden Charakter an. Ausreichend dazu trinken ist wichtig, die Schalen werden NICHT vorgequellt! Sie müssen im Darm quellen, um über den Dehnungsreiz die Verdauung anzukurbeln und Schadstoffe aufzunehmen. 

Schwarznuss, Wermut und Diatomeenerde kamen leider mit einer Woche Verspätung, also als wir mit den Spülungen bereits durch waren. Doch da ich das Protokoll von Kalcker nur als Orientierung verwendet habe, war das nicht so dramatisch. Vor allem, weil wir die ersten vier Tage spontan eine Fastenkur eingebaut haben, da ich am Morgen nach der ersten Darmspülung überhaupt keine Lust auf Essen und eher das Gefühl hatte, dass mein Körper eine Pause braucht. Ich hatte die letzten Monate davor mit Essen auch immer mehr Probleme, habe mich danach schlecht gefühlt, nichts aufgenommen und es lag quasi nur als Ballast in meinem Körper. Ich kenne dieses Gefühl schon, doch zu der Zeit war es wirklich schlimm. 

3. 4. Abführmittel Rizinusöl

Zusätzlich zu den Darmspülungen verordnet Kalcker ab einem etwas späteren Zeitpunkt die Einnahme von zwei EL Rizinusöl morgens auf nüchternen Magen. Zuerst alle zwei Tage, später täglich. Das ist ein natürliches Abführmittel, das du auch in der Drogerie bekommst. Wir haben es die erste Zeit nach Protokoll eingenommen und die darauf folgenden zwei Wochen noch ein paar Mal, doch das ist wirklich eklig und geht auf den Magen. Du bekommst davon ziemlich Durchfall, der sich bis in den späten Nachmittag ziehen kann. So war das bei mir. In diesem Fall auf einen EL reduzieren. Irgendwann konnten wir es gar nicht mehr nehmen, weil es einfach ein schlechtes Gefühl und einen unschönen Geschmack im Magen hinterlässt, der aufsteigt. 

3. 5. Fasten

Wie gesagt haben wir ab dem ersten Tag nach der ersten Darmspülung spontan vier Fastentage eingelegt. Das empfihelt sich für eine Darmsanierung sowieso. Es war eine Kombination aus Smoothie-Fasten mit grünen Smoothies und Brühe, wobei ich persönlich nur morgens ein bis zwei Gläser Smoothie getrunken und mich ansonsten auf Brühe und Tees konzentriert habe. Ich hatte keine Lust auf mehr. Dafür habe ich der Brühe teils pürierte Gartentomaten oder pürierte Waldpilze zugegeben. Die Smoothies sollten min. 50% Gemüse enthalten, am besten mehr.

Der erste Tag war so lala, doch wir hatten noch keine großartigen Symptome oder Veränderungen bemerkt.

Am zweiten Tag fühlte ich mich bereits besser, meine Energie kam zurück und ich hatte große Lust rauszugehen und mich zu bewegen. Der immerwährende Brainfog ist verschwunden, wurde jedoch von den üblichen Kopfschmerzen abgelöst.

Am dritten Tag fühlte ich mich morgens schon besser und hatte mehr Energie, obwohl mein Schlaf immer noch schlecht war. Die Energie hielt über den Tag und ich hatte auch endlich mal wieder gute Laune! Das war aufgrund meiner Konstitution wirklich zur Seltenheit geworden. Der Hunger kam zwischendurch, war aber erträglich. Da ich kaum Smoothie getrunken habe, habe ich die Brühe an diesem Tag teils mit passierten Gartentomaten aufgepeppt. 

Tag vier brachte ebenfalls mehr Energie schon ab dem Aufstehen, gute Laune über den Tag und so viel Kraft, wie ich sie schon lange nicht mehr gefühlt hatte. Am letzten Tag habe ich einen Teil der Brühe-Mahlzeiten mit pürierten frischen Waldpilzen verfeinert. 

3. 5. 1. Go with the Flow

Wie du siehst, bin ich hier mit dem Flow gegangen anstatt in Dogmartismen zu verfallen. Wir hatten von Beginn an nicht den Anspruch, eine Nullfasten-Kur durchzuhalten, sondern nach Gefühl unseren Körper zu entlasten. Das geht auch mit Smoothie-Fasten und so wurde das Fasten bei uns zu einer Kombination dieser beiden Modelle. Auch aufgrund meines schlechten Zustands wollte ich hier vorsichtig sein und mich nach meinem Gefühl richten. 

Die vier Tage Fasten in Kombination mit den Darmspülungen und dem Rizinusöl waren es auf jeden Fall mehr als wert, da ich in dieser Zeit meine körperliche Energie zurückgewonnen habe und den ständigen Begleiter Brainfog losgeworden bin. Martin übrigens auch. Bei ihm wurde der Brainfog zuletzt auch sehr schlimm. 

3. 5. 2. Weiteres Vorgehen nach Tag 4

Nach dem letzten Fastentag habe ich die Darmspülungen drei Tage lang pausiert, dann noch einmal an drei aufeinanderfolgen Abenden durchgeführt, dann noch einmal einen Tag pausiert und danach noch eine Spülung gemacht. Am darauffolgenden Tag wollte ich eigentlich noch einen Entlastungstag machen, doch mein Darm mochte die abendliche Spülung überhaupt nicht (ich glaube, ich habe das Wasser etwas zu kühl gemacht) und so hatte ich am nächsten Tag sehr schlechte Laune, es ging mir nicht gut und ich habe lieber ein wenig gegessen, wenn ich Hunger hatte. 

Ich habe herausgefunden, dass Darmspülungen am Morgen wesentlich angenehmer sind. So habe ich das in den darauffolgenden Wochen auch gehandhabt. Immer mal wieder ein bis zwei Spülungen hintereinander morgens. 

Vergiss nicht, dass Fasten für den Körper auch Stress bedeutet. Es bringt nichts, das unbedingt zu erzwingen, wenn es dir nicht gut geht oder du dich überhaupt nicht fit und bereit dafür fühlst. So kommen für den Körper nur seelischer und Hungerstress zusammen, er schüttet noch mehr Cortisol aus (was bei mir ja ohnehin seit dem Burnout ein Problem ist) und du schadest ihm mehr, als du ihm Gutes tust. Gehe hier mit Bedacht vor und richte dich nach den Signalen deines Körpers.

Das Mittel, das wir auch für die Darmspülungen verwenden, nehmen wir laufend oral mit der üblichen Einnahmeempfehlung weiter. Mal mehr, mal weniger. Sein einziges Geheimnis ist, dass es Unmengen an Sauerstoff ins Blut und in die Zellen bringt, dadurch Regenerationsprozesse ankurbelt und zudem über Oxidation antiparasitär, antibakteriell, antiviral und entgiftend wirkt. Für uns ein unerlässlicher Bestandteil unserer Hausapotheke, der uns auf Reisen extrem abgegangen ist! 

4. Baustein 2: Nährstofftherapie

Auf die Darmsanierung folgte eine ausführliche Nährstofftherapie, die man eigentlich gar nicht Therapie nennen sollte, da wir Nährstoffe dauerhaft zuführen müssen, um wirklich gut versorgt zu sein. Dass unsere Nahrung nicht mehr genug Nährstoffe enthält, kannst du hier nachlesen. Dazu kommen die hohen Belastungen in Form von Stress, Umweltverschmutzung, verunreinigtem Trinkwasser, verpesteten Nahrungsmitteln, Elektrosmog, endokrinen Disruptoren, etc., denen wir heutzutage 24 / 7 ausgesetzt sind. Wir haben dementsprechend auch einen höheren Bedarf an und Verbrauch von Nährstoffen. Wenn du auf Nummer sicher gehen möchtest, dann lass deinen Nährstoffhaushalt kontrollieren, bevor du supplementierst. Ich persönlich hielt das in unserem Fall für unnötig und setze auf eine Kontrolle, wenn man vier bis sechs Monate supplementiert hat. Zumal Vitamin B12, Vitamin D und Eisen bei uns auf Zypern getestet wurden und natürlich nur mangelhaft vorhanden waren. Das reichte mir. Wenn du an einer schweren Erkrankung leidest oder Medikamente einnehmen muss, rate ich auf jeden Fall zu einem Check im Vorfeld. 

Achtung: Mach den Check auf Mikronährstoffe bei einem Orthomolekularmediziner, der eine Vollblutuntersuchung durchführt und keinen reinen Serumtest! Üblicherweise werden unsere Blutbilder nur aufgrund des Serums bewertet, doch sehr viele Nährstoffe befinden sich in den Blutzellen. Somit sind die gängigen Untersuchungen weder aussagekräftig noch korrekt. Es gibt auch freie Labore, die man aufsuchen kann. Dann braucht man jedoch trotzdem noch einen guten und engagierten Mediziner für die Auswertung. Leider gibt es solch gute Angebote nicht in jeder Stadt. Doch jede andere Herangehensweise wäre rausgeschmissenes Geld, da ein umfangreicher Test so oder so sehr teuer ist.

4. 1. Diese Nährstoffe habe ich uns ausgesucht

Nun zum angenehmen, wenngleich auch sehr kostspieligen Teil der Kur: Nährstoffe. Ich greife hier natürlich nicht zu billigen Produkten aus irgendeinem Amazon-Shop, sondern kaufe beim Nahrungsergänzungsmittelhersteller unseres Vertrauens. Dass die Nährstoffe helfen, kann ich dir jetzt bereits verraten, was ein Zeichen für deren Qualität ist. Ich habe die Produkte dieser Firma schon damals, bei meiner ersten Nährstofftherapie aufgrund des Burnouts, eingenommen. Ich möchte hier keine unbezahlt Werbung machen, gebe aber gern ausführlichere Auskunft per Mail. 

Die einzelnen Funktionen reiße ich lediglich an, das würde sonst zu weit führen.

4. 2. Meine Liste mit Nährstoffen für dich

Vitamin D3 / K2 5000 IE

  • 10.000 IE täglich für zwei Monate; danach 5000 IE täglich
  • Co-Faktoren; Magnesium, Zink, Vit A, B-Vitamine, Silizium, Bohr
  • K2 ist kein direkter Co-Faktor, aktiviert aber Proteine, die für Transport und Einbau von Kalzium in Knochen und Zähne nötig sind. Zudem wirkt es entzündungshemmend, wirkt der Entstehung von entarteten Zellen entgegen und ist gut für die kognitive Leistung. In Japan bspw. wird das sehr viel höher dosiert als hier. Wie Jod z. B. auch
  • Reguliert Entzündungsprozesse, in allen Geweben vorhanden, jede Körperzelle besitzt Vitamin D-Rezeptor, Nervensystem, Gemüt und Stimmung (Depressionen vorbeugen), stärkt Zentralnervensystem + Gehirn + Immunsystem, wirkt der Entstehung von (Autoimmun)erkrankungen entgegen, Neurogenese, etc.

Magnesiumkomplex

  • 400 – 800 mg täglich
  • Ob Magnesiumoxid, -bisglycinat, -orotat, – l threonat, -citrat oder -chlorid – alle Formen sind gut und haben eine Aufgabe im Körper. Für schnelle Beruhigung am Abend ist bisglycinat gut. Oxid füllt die Speicher auf. Nicht jeder Mensch nimmt jede Form gleichermaßen gut auf. Auch das ist zu beachten
  • Magnesium ist für die Vitamin D-Synthese zuständig und den Transport in die Zellen. Es ist also ein wichtiger Co-Faktor
  • Etwa 300 – 600 enzymatische Prozesse im Körper benötigen Magnesium: Herz & Gefäße, Fluss von Zellflüssigkeiten, weitet Gefäße, uvm.

Vitamin B-Komplex aktiv

  • Unter anderem 800 Mikrogramm Vitamin B12 täglich. Man kann auch anfangs die doppelte angegebene Menge nehmen, da B-Vitamine immer stark im Mangel sind
  • Komplex aller B-Vitamine ist wichtig, da sie füreinander Co-Faktoren sind. Sie brauchen sich also gegenseitig, um wirken zu können. Sie sollten in aktiver (bioverfügbarer) Form vorliegen
  • Normale Funktion des Nervensystems, Energiestoffwechsel, Erhalt der Schleimhäute, Stimmung, Schlaf (Melatoninsynthese), Regulierung von Hormonen, Zellteilung, Blutbildung, etc. 

Vitamin C

  • Menge um die 500 mg täglich
  • Empfohlene Menge: 500 – 1500 mg täglich
  • Immunmodulierend , Antioxidans, verbessert die Eisenaufnahme (immer nur zusammen nehmen), gegen Müdigkeit und Erschöpfung, etc. 

Zink

  • 15 – 30 mg pro Tag
  • Immunsystem, fördert Regeneration des Darmepithels, Co-Faktor von Vitamin D, Stoffwechsel, Entgiftungsprozesse, Zellwachstum, Bildung von Botenstoffen, Antioxidans, etc.

Selen

  • 100 – 200 Mikrogramm täglich
  • Schilddrüsenfunktion, Glutathion-Synthese, Stoffwechselfunktionen, Antioxidans, Entgiftung, Immunsystem, etc.

Jod 

  • 250 – 500 Mikrogramm täglich (Achtung: Bei Schilddrüsenerkrankungen mit dem Arzt besprechen)
  • Zum Vergleich: In Japan nimmt man über algenreiche Ernährung durchschnittlich 6 – 13 mg (Milligramm!) Jod zu sich. Das sind 6.000 – 13.000 Mikrogramm
  • Schilddrüsenfunktion, Brustkrebsprophylaxe, Entgiftung, Funktion der Drüsen im Körper (Brustdrüsen, Geschlechtsdrüsen, etc.), Gehirn, etc.

Eisen

  • 45 mg Eisenbisglycinat mit Vit C über zwei Monate täglich, dann zwei Wochen Pause
  • Blutbildung und Sauerstofftransport, Speichern von Sauerstoff in den Muskeln, Immunsystem, Haut, Haare, Nägel, etc.

Omega-3-Fettsäuren: Algenöl

  • 850 mg täglich / empfohlene Menge: 2 – 4 g
  • DHA / EPA im Verhältnis 2:1
  • Immunsystem, Gehirn, Gehirnfunktion (Größe!), reguliert Entzündungsprozesse, Flexibilität von Gefäßen und Bindegewebe, Fette als Schutz von Organen und Haut, etc.

Essenzielle Aminosäuren-Komplex

  • Zusammensetzung kommt auf das Produkt an. 4 – 5 Kapseln täglich 
  • Körper braucht min. 1,5 g Proteine pro kg Körpergewicht pro Tag. Besser 2g! Das wären bei mir um die 100 g und ich weiß nicht, wie ich auf diese Menge kommen soll. Dafür müsste ich täglich ein Rindersteak von 100 – 150 g essen, doch das ist wiederum ungesund und Muskelfleisch enthält nicht das volle Spektrum an Aminosäuren 
  • Proteinmangel, der zu Aminosäurenmangel führt, ist weit verbreitet
  • Die für den Körper richtig verwertbaren Proteine (werden in  Aminosäuren zerlegt) stecken in tierischen Nahrungsmitteln, v.a. Innereien (ganzes Tier! Leber, Herz, Knochenbrühe, Fleisch vom weidegefütterten, medikamentenfreien Rind)
  • Hormonbildung, Hormonhaushalt, an sämtlichen Stoffwechselprozessen beteiligt, Neurotransmitterbildung, Entgiftung, Haut, Haare, Nägel, Zahnschmelz / Zähne, Knochenaufbau, etc. Wir sind Proteine!

Kollagen

  • 10 g Stufe I – V täglich vom weidegefütterten Rind
  • Flexibilität und Widerstandskraft von Bindegewebe (auch Organe, Darm!), Gelenken, Haut, Muskeln, Knorpeln

Antioxidantien

  • Astaxanthin 8 mg täglich
  • Braucht 3 – 4 Wochen, bis es sich in allen Körperzellen angereichert hat. Durchgängig nehmen, damit es immer zur Verfügung steht 
  • Entzündungshemmend, Neutralisierung freier Radikaler, kann die Blut-Retina-Schranke durchdringen -> Verbesserung der Sehkraft & Schutz der Augen, anti-aging, regeneriert Darmzellen und Mitochondrien, Zellschutz, Immunsystem, Entgiftung, Neuroprotektivum, etc.

Vitalpilz-Mischung als einmaliges Add-on

  • Dosierung und Zusammensetzung kommt auf das Produkt an
  • Vitalpilze sind generell eine gute Idee, doch würde ich, wenn es ums Budget geht – was bei den meisten der Fall ist – die Mikronährstoffe vorziehen. Zumal die meisten Produkte wohl, wie ich herausgefunden habe, entweder nicht potent oder schwermetallbelastet sind. Es gibt einen empfehlenswerten Anbieter, der entsprechend hochpreisig ist 
  • Wenn du eine konkrete Indikation hast, die mit Vitalpilzen behandelbar ist, empfehle ich die Verwendung 

Organischer Schwefel (MSM)

  • 3 g täglich / 4 g sind auch okay
  • Gibt es in genau dosierten Kapseln oder als Tabletten. So kann nichts schief gehen 
  • Entzündungshemmend (bei Arthrose, Arthritis, rheumatischen Erkrankungen bewährt), antiparasitär, fungizid, Immunsystem, Gehirnfunktion, Erhöhung der Nährstoffaufnahme in Darm und Zellen, etc.

4. 3. Speziell für den Schlaf / ein Experiment 

Da mein Schlaf immer noch nicht optimal ist und zuletzt wieder schlechter wurde, habe ich etwas neues ausprobiert: Aminosäuren. Ich bin über ein sehr gutes Produkt darauf gekommen, das ich ‘21 bereits eine Zeit lang eingenommen habe. Es ist ein GABA-Ersatz und enthält unter anderem die folgenden Aminosäuren. Da es sehr teuer ist und diese Aminosäuren sowieso sehr gut für den Körper sind, wollte ich sie einzeln kaufen und selbst experimentieren, wie und wann ich sie einnehme, um ein gutes Ergebnis zu erreichen. Ich probiere immer noch herum und muss momentan auch weitere Stoffe, wie Melatonin, Schlaftee (Passionsblume, Hopfen, Baldrian) und eine kleine Menge Vivinox (¼ Tablette oder weniger, frei verkäuflich) addieren. Dann allerdings schlafe ich die Nacht auch durch und fühle mich morgens gut. Ziel ist es, nur noch die Aminosäuren und natürlich irgendwann gar keine Einschlafhilfen mehr zu benötigen. 

L-Glutamin

  • 3 – 4 g täglich / semiessenzielle Aminosäure
  • Ist zusammen mit Glycin und Taurin an der GABA-Synthese beteiligt. Zusammen mit Glycin soll es synergistisch schlaffördernd wirken. Ich habe einen GABA-Mangel, der maßgeblich für meine fortdauernden Schlafstörungen verantwortlich ist. Wie ich darauf komme? Experimente und Erfahrungsschatz. L-Glutamin und Glycin nehme ich zusammen am Abend. Danach bin ich entspannt, ruhig und habe keine Gedankenkreisel mehr. Das allein hat bisher leider keine Auswirkungen auf das Ein- oder Durchschlafen gebracht. Bis vor ein paar  Wochen hatte ich keine Probleme mit dem Einschlafen, plötzlich sind sie wieder da. Durchschlafen ist fortlaufend ein Problem. Ich frage mich, ob mein Körper den GABA-Syntheseweg nicht schafft. Das herauszufinden ist allerdings aufwendig und vor allem kostspielig. 
  • GABA-Synthese, Energiestoffwechsel, Regeneration der Darmschleimhaut (Reizdarm, Leaky Gut!), empfohlen auch bei Magenschleimhautentzündung oder Magengeschwür, Regeneration der Haut, Glutathion-Synthese, indirekt an der Immunstärkung beteiligt, etc.

Glycin

  • 4 – 5 g täglich (nicht-essenzielle Aminosäure)
  • Wie gesagt, nehme ich es hauptsächlich wegen der GABA-Synthese. Ich habe gelesen, dass  3 – 4 g Glycin kurz vor dem Schlafengehen das Durchschlafen fördern. Leider ist das bei mir nicht so, wie oben beschrieben. Ich bin jedoch entspannt und fühle mich auch morgens besser. Ich hatte große Hoffnung in die Aminosäuren gesetzt und werde weiter experimentieren, doch ein Wundermittel, wie in manchen Bewertungen zu lesen, sind sie nicht. Jedenfalls nicht für jeden. Martin merkt einen signifikanten Unterschied, wenn er abends nicht noch übermäßig aufgepeitscht vom Tag ist
  • GABAerg, Entgiftung, Fettverdauung, Immunsystem, Kollagenbildung, Bestandteil der DNA, Aufbau von Muskeln, Sehnen, Bindegewebe, Haut, Knochen, Zähnen, Kreatin-Stoffwechsel, etc.

Taurin

  • 800 mg täglich (Aminoethansulfonsäure)
  • Nachdem nur L-Glutamin und Glycin mir nicht zum erhofften Schlaferfolg verholfen haben, habe ich Taurin, das ein GABA-Modulator ist, ergänzt. Zudem hatte ich gelesen, dass 2 – 3 g vor dem Schlafen eingenommen, einen tiefen Schlaf fördern sollen. Auch das traf nicht zu. WIr hatten eher den Eindruck, dass es anregend wirkt. Ich nehme daher jetzt 800 mg am Nachmittag, so dass es meinem Körper zur Verfügung steht
  • GABA-Modulator, Antioxidans, Fettverdauung, Immunsystem, Stärkung des Herzmuskels, wirkt Herz-Kreislauferkrankungen entgegen, Entgiftung, etc.

4. 4. Kosten

So – das ist eine Menge und doch fehlen noch Vitamine wie A oder E, die ich noch besorgen werde. Ich habe mich erstmal auf das Allerwichtigste konzentriert, obwohl ja eigentlich alle Nährstoffe wichtig sind. Natürlich geht das auch alles ins Geld, was der Grund dafür ist, dass wir manche Produkt nach Hersteller- und nicht nach der eigentlich sinnvollen Empfehlung einnehmen. Der Transparenz halber und damit du eine Orientierung hast, offenbare ich hier die ungefähren Kosten der ganzen Kur für Martin und mich. Inklusive Equipment für die Darmspülung (2 L Reiseirrigator), „verbotenes” Mittel, das ich hier nicht nennen darf, und Versandkosten. Die Kosten beziehen sich auf einen Zeitraum von etwa 3,5 Monaten, für den die Produkte hinreichen.

ca. Kosten für 2 Personen, Stand 30.11.22: 1000€ / 500€ pro Person

5. Baustein 3: Ernährungsanpassung

Der letzte Baustein der Kur bezieht sich auf unsere Ernährung. Da ich an ihr bereits seit vielen Jahren schraube, sind wir hier schon sehr gut aufgestellt. Doch man lernt ja nie aus und so habe ich wieder etwas ergänzt und verändert. 

5. 1. Fermente

Apfelessig nehmen wir schon lange, doch an anderen Fermenten hat es gemangelt. Dabei sind sie so wichtig für die Darmflora. Die Milchsäurebakterien in fermentierten Produkten konkurrieren unter anderem mit fäulnisbildenden Bakterien im Darm und verdrängen diese, wenn sie in ausreichender Überzahl sind. So kannst du ein Gleichgewicht im Darm herstellen. Sie unterstützen die Melatonin- und GABA-Synthese, enthalten B-Vitamine sowie Vitamin K, wirken gegen Bluthochdruck, Diabetes, Cholesterin, Arteriosklerose und allgemein entzündungslindernd. Um nur ein paar Vorteile von fermentierten Lebensmitteln zu nennen. 

Ich habe in unseren Ernährungsplan also frisches Sauerkraut aus dem Topf und Kefir integriert. Das Sauerkraut muss frisch sein, denn die abgepackte Ware aus dem Supermarkt ist pasteurisiert und somit tot. Den Kefir mache ich mit Bakterien aus dem Bioladen selbst und verwende dafür bio Sojamilch. Diese Bakterienkultur eignet sich sowohl für Soja- als auch für alle Milchsorten. 

5. 2. Mehr Fleischprodukte

Nachdem ich mich so ausführlich informiert hatte war mir klar, dass ich wieder mehr Fleisch integrieren muss. Wir bleiben natürlich beim bio-Fleisch und hatten eine Zeit lang die Möglichkeit, alle Teile vom weidegefütterten Rind in einem nahe gelegenen Hofladen zu kaufen. Das war ein Luxus! Dort habe ich mich mit Knochen eingedeckt und Knochenbrühe gekocht. Außerdem haben wir Leber gegessen. Ich war anfangs wirklich skeptisch, doch so frisch und qualitativ hochwertig hat sie mir sehr gut geschmeckt. Leider ist diese Quelle wieder versiegt, da wir zwischenzeitlich den Standort gewechselt haben. 

5. 3. Null-Gluten-Toleranz

Ich verzichte schon seit Jahren weitgehend auf Gluten, doch mussten wir diesbezüglich vor allem in Südamerika einige faule Kompromisse machen. Je nachdem, wo man ist, leidet beim Dauerreisen als erstes ein gewisser Ernährungsstandard. Ich habe ab August auf Zypern bereits wieder komplett auf Gluten verzichtet und das mit Beginn der Kur auch Martin streng angeordnet. Es ist jedes mal wieder merklich an der Verdauung zu spüren. Die letzten Tage esse ich ab und an sporadisch etwas Glutenhaltiges, da ich auch nicht dauerhaft so streng mit mir sein möchte (2,5 Monate nach Start der Kur). Doch ab einer gewissen Menge (ca. halbe Breze) merke ich das sofort. Ich fühle mich plötzlich komisch, sofort voll und habe am nächsten Tag eine träge Verdauung. Kuchen geht seltsamerweise besser als Brötchen oder Nudeln. Ich habe keine Zöliakie, die ist sowieso selten, doch eine Glutensensibilität. Martin verträgt es noch weniger als ich. Zudem ist Gluten äußerst schädlich und wir alle sollten es nur in Ausnahmefällen oder gar nicht essen. 

6. Gesundheit ist ein teures und nicht gern gesehenes Gut geworden

Leider ist Gesundheit in der modernen Welt sehr teuer geworden, da wir sie über die uns zur Verfügung gestellten Nahrungsmittel nicht mehr erhalten können. Zusätzliche Mikronährstoffe sollten zum täglichen Begleiter werden, wie das Gemüse aus dem Supermarkt. Anders ist unser Nährstoffbedarf einfach nicht mehr zu decken. 

Es ist eine Schande, dass all das nicht von Krankenkassen übernommen wird. Denn nicht jeder kann sich das leisten und auch als Normal- oder Gutverdiener muss man das vom Budget abzwacken. Ich habe dir oben die Kosten aufgeschlüsselt. Das ist nicht wenig und wir haben nicht einmal alle Nährstoffe zu 100% abgedeckt! So leidet am Ende immer die Gesundheit. Diese Form der Therapien sind weder anerkannt noch erwünscht. Letzteres ist wohl der ausschlaggebende Faktor hier. Es gab in Deutschland sogar bereits eine Diskussion, Vitamine zu verbieten. Zudem sind die Verzehrangaben, die von den staatlich geförderten Stellen und ihren online-Begleitportalen vorgegeben werden, viel zu niedrig angesetzt. Warum das nicht regelmäßig angepasst wird – es bleibt ein Rätsel. Oder doch nicht? Wer da nicht hellhörig wird, dem kann man wirklich nicht mehr helfen. Sorry not sorry for saying that.

Die Welt steuert immer mehr in Richtung Überwachung und Kontrolle – nicht zuletzt durch big Pharma – und den Bürgern soll mehr und mehr Selbstbestimmung über ihr eigenes Leben entzogen werden. Unser Saatgut wird immer einheitlicher, ein Konzern versucht weltweit alles zu steuern. Es wird gentechnisch verändert, die Verwendung von anderem Saatgut wird verboten. Bei Pflanzen hören diese Spielchen leider nicht auf. Je früher jeder einzelne aufwacht, desto besser. Ich befasse mich schon seit meiner Jugend mit all den Themen, kranken Ideen und Vorhaben, die für die Masse so unglaublich erscheinen, und stelle seit ein paar Jahren erschrocken fest, dass Ideen und Vorhaben zu Taten wurden. Ich habe mich schon immer für die rote Pille entschieden. Wir haben vor mehr als einem Jahr die notwendige Konsequenz gezogen und uns aus dem System verabschiedet. Nachteil: Es ist nicht mehr einfach, an hochwertige Nährstoffe zu kommen und die Nahrungsmittelqualität ist noch schlechter als in Mitteleuropa.

7. Bisheriges Fazit der Kur 

Ich kann nur sagen: Ein großer Erfolg. 

So schnell so weit wie dieses Mal bin ich mit noch keinem Ansatz gekommen. Ich hatte bereits nach kurzer Zeit meine körperliche Energie zurück, mein Kopf war vom Brainfog befreit und meine Stimmung wurde besser. 

Dass meine kognitiven Fähigkeiten immer noch nicht ganz wiederhergestellt sind, liegt am Schlaf und der dauerhaften Überreizung meines Nervensystems, doch ich bin deutlich leistungsfähiger als vor der Kur. 

Dadurch, dass mein Magen-Darm-System schon mehr als mein halbes Leben leiden muss und quasi ständig geschädigt war, wird es lange dauern, es diesmal in ein nachhaltig stabiles Gleichgewicht zu bekommen. Deshalb muss ich, wenn wir nächstes Jahr wieder in die Ferne reisen, wirklich aufpassen, das Erreichte zu halten und weiter zu verbessern, denn es ist noch nicht rundum gut. Ich hatte im ganzen Reisejahr neben Verdauungsbeschwerden auch immer wieder Magenverstimmungen, wahrscheinlich leichte Magenschleimhautentzündungen. Auch, seit ich die Kur begonnen habe, habe ich wieder zu tun. Derzeit vermehrt stressbedingt. Ich werde das Thema in einem separaten Artikel aufgreifen. Wir werden, so gut es geht, gezielter vorsorgen als vor unserer Abreise letztes Jahr.

Mein Schlaf wurde zwischenzeitlich besser, ist jedoch wieder eingerissen, seit wir uns in der Großstadt aufhalten. Es tut mir einfach nicht gut hier, doch wir müssen leider noch ein bisschen durchhalten. Zumindest bin ich mit den Aminosäuren nun ruhiger und entspannter. 

Die Reise ist noch nicht zu Ende.  Burnout ist kein Sprint, sondern ein Marathon. Allgemeine Gesundheit ebenso.

Und jetzt wünsche ich dir viel Spaß beim echten Boostern deines Körpers! Er wird es dir danken. 

Dieser Artikel stellt keine Gesundheitsberatung oder Empfehlung für die Einnahme der gelisteten Nährstoffe dar. Er ist lediglich ein Erfahrungsbericht.

Ließ dir auch diesen und diesen Artikel zum Thema durch.

Teile diesen Beitrag

Du kannst Texte meines Blogs nicht kopieren.