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Papaya und Papain: Power-Frucht für deine Gesundheit!

Papaya, Papain
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Anja

Ich gehe den schamanischen Weg, bin Bewusst-SEINS-forscherin, (Welten)Reisende und gesundheits-VER-rückt.

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Papaya (Carica papaya), eine leckere tropische Frucht, stammt ursprünglich aus dem südlichen Mexiko und Mittelamerika. Heutzutage wird sie in vielen tropischen und subtropischen Regionen angebaut und weltweit vermarktet. Doch die Papaya ist nicht nur kulinarisch interessant, sondern spielt auch eine wichtige Rolle in der traditionellen Medizin. Verschiedene Teile der Pflanze, einschließlich Früchte, Kerne, Blätter und Wurzeln, werden zur Behandlung vielerlei Beschwerden und Krankheiten verwendet. Dabei ist in erster Linie das Enzym Papain interessant. Papain spaltet Proteine und ist vor allem im klebrigen Saft der unreifen Früchte zu finden. Traditionell wird Papain zur Förderung der Verdauung, zur Behandlung von Wunden und als Fleischzartmacher verwendet. Doch das Power-Enzym kann noch viel mehr! 

1. Was ist Papain und wo ist es zu finden?

Papain ist – ebenso wie Bromelain – ein proteolytisches (proteinspaltendes) Enzym, das überwiegend aus dem Saft der unreifen Frucht gewonnen wird. In diesem Saft, genannt „Latex”, ist der größte Teil an aktivem Papain enthalten. Du kennst vielleicht Papaya-Salat aus Thailand oder Vietnam: Hierfür werden die unreifen Früchte verwendet, was aus gesundheitlicher Sicht super schlau ist. Von ganz grün, über grün-orange bis richtig reif – angeboten werden alle Variationen und bzgl. des Papain gilt: Je unreifer, desto besser. Du siehst beim Anschneiden einer unreifen Papaya auch gleich, wie aus dem Fleisch und der Schale der Saft austritt.

Iss bitte auch die Kerne mit, denn sie enthalten ebenfalls eine gute Menge Papain (nicht so viel wie im Latex) und werden traditionell gegen Parasitenbefall im Verdauungssystem eingesetzt! Es ist immer gut vorzubeugen, wenn man, wie wir, fast ausschließlich in tropischen Ländern lebt, wo die hygienischen Bedingungen leider oft zu Wünschen übrig lassen.

Papain ist auch in den Blättern der Papayapflanze vorhanden, jedoch in geringeren Konzentrationen im Vergleich zum Latex der unreifen Früchte. Aus den Blättern kannst du Tee zubereiten. 

2. Bioverfügbarkeit von Papain

Wenngleich ich keine Studien finden konnte, die direkt die Bioverfügbarkeit von Papain untersuchen, so gibt es solche, die belegen, dass es die Bioverfügbarkeit verschiedener Medikamente deutlich erhöht. Es ist also davon auszugehen, dass es dem Körper allgemein hilft, (Nähr)Stoffe besser zu absorbieren. Und für manche Dinge braucht es einfach keine Studien: Papaya wird seit Urzeiten traditionell als Heilpflanze genutzt, sowohl in Südamerika als auch in Asien. Ich würde also sagen, der Erfolg gibt ihr Recht.

3. Heilende Eigenschaften von Papain und Papaya

Die heilenden und gesundheitsförderlichen Eigenschaften von Papain sind denen vom Bromelain der Ananas tatsächlich sehr ähnlich. Deshalb bietet es sich super an, die beiden Früchte zusammen zu essen. Am besten als Snack vor den Mahlzeiten, denn das kurbelt die Verdauung an.

3. 1. Verdauungsförderung

Papain ist ein proteolytisches Enzym und hilft somit bei der Proteinverdauung. Alles dazu ließt du in meinem Artikel „Verdauungsenzyme in Ananas, Mango und Papaya”.

Papaya und insbesondere das Enzym Papain werden traditionell zur Behandlung von Verdauungsproblemen wie Dyspepsie (Verdauungsbeschwerden im Oberbauch), Blähungen und anderen Magen-Darm-Beschwerden eingesetzt. Der Verzehr von Papaya oder die Einnahme von papainhaltigen Präparaten kann helfen, die Verdauung zu verbessern und Symptome von Verdauungsstörungen zu lindern. 

Durch den Abbau von Proteinen verbessert Papain die Bioverfügbarkeit und Absorption der enthaltenen Aminosäuren und Peptiden im Darm, was zur Verbesserung der Nährstoffaufnahme beiträgt.

Eine In-vitro-Studie mit Gewebeproben von Meerschweinchen hat gezeigt, dass Papain die Magenmotilität beeinflusst. Und zwar unterschiedlich, je nach Magenregion. Im Antrum erhöhte Papain die Stärke der Muskelkontraktionen. Im Corpus führte Papain zu einer komplexeren Reaktion mit einer initialen Kontraktion gefolgt von Entspannung. Diese Ergebnisse legen nahe, dass Papain spezifische therapeutische Effekte auf die Magen-Darm-Motilität haben könnte. Ich würde sagen, dass die traditionelle Medizin das genug untermauert. 😉 

3. 2. Papaya: Antioxidative Eigenschaften und Schutz vor neurodegenerativen Erkrankungen

Die Papaya besitzt starke antioxidative Eigenschaften, die zur Bekämpfung von oxidativem Stress und damit verbundenen Krankheiten wie Krebs und Alzheimer beitragen können.

Die Frucht enthält eine Vielzahl an bioaktiven Verbindungen, einschließlich Phenole, Flavonoide, Vitamin C und E, die starke antioxidative Eigenschaften besitzen. Sie neutralisieren also freie Radikale, die oxidativen Stress verursachen und Zellschäden fördern können. Oxidativer Stress entsteht durch ein Ungleichgewicht zwischen der Bildung freier Radikale und der Fähigkeit des Körpers, diese zu neutralisieren. Das spielt eine zentrale Rolle bei der Entstehung von chronischen Krankheiten wie Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer. 

Die Antioxidantien in der Papaya reduzieren die Akkumulation von Amyloid-Beta-Plaques , die für die neuronalen Schäden bei Alzheimer verantwortlich sind. Insgesamt können die antioxidativen Verbindungen in Papaya auch neuronale Zellen vor oxidativen Schäden schützen und somit das Fortschreiten neurodegenerativer Erkrankungen verlangsamen oder verhindern.

3. 3. Wundheilung

Papain spielt eine wichtige Rolle bei der Wundheilung, insbesondere durch den Abbau von nekrotischem Gewebe, ohne dabei gesundes Gewebe zu schädigen. Die Wirksamkeit ist in diversen In-vitro und In-vivo-Studien belegt.

Mechanismen der Wundheilung:

  • Spaltung von Proteinen: Papain besitzt starke proteolytische Eigenschaften, es kann also Proteine in kleinere Peptide und Aminosäuren zerlegen. Diese Fähigkeit ist entscheidend für den Abbau von nekrotischem (abgestorbenem) Gewebe, das oft in Wunden vorhanden ist und die Heilung behindern kann.
  • Selektivität: Papain wirkt selektiv. Es spaltet gezielt die Proteine in abgestorbenem Gewebe, ohne dabei gesundes, lebendes Gewebe zu schädigen. Diese Eigenschaft ist entscheidend, um das gesunde Gewebe zu bewahren und eine schnelle Regeneration zu ermöglichen.
  • Wundreinigung: Durch den Abbau von nekrotischem Gewebe schafft Papain ein sauberes Wundbett, das für die Heilung förderlich ist. Dies verhindert Infektionen und Entzündungen, die den Heilungsprozess verzögern könnten.
  • Zellproliferation: Es macht den Weg für neue Zellbildung frei und fördert das Wachstum bestimmter Hautzellen, die für die Bildung von neuem Gewebe und die Wundheilung entscheidend sind.
  • Behandlung von chronischen Wunden und Verbrennungen: Klinische Studien haben gezeigt, dass Papain bei der Behandlung von chronischen Wunden, wie diabetischen Geschwüren und Verbrennungen wirksam ist. Durch die regelmäßige Anwendung von papainhaltigen Präparaten kann die Heilung beschleunigt und die Infektionsrate gesenkt werden.

3. 4. Papain wirkt Entzündungen entgegen

Ich hatte die Studie, die die entzündungslindernden Eigenschaften von Bromelain und Papain bei entzündlichen Darmerkrankungen untersucht, bereits in meinem Artikel zum Bromelain in der Ananas erwähnt. Papain zeigt sich hier ebenfalls wirksam, jedoch nicht in dem Maße, wie Bromelain. 

Dennoch besitzt Papain starke entzündungshemmende Eigenschaften und wirkt hier auf verschiedenen Wegen.

Es besitzt die Fähigkeit, die Produktion von proinflammatorischen Zytokinen zu reduzieren und beeinflusst die Aktivität von Enzymen, die an Entzündungsreaktionen und Schmerzen beteiligt sind. 

Entzündungen sind zudem oft mit oxidativem Stress verbunden, der durch freie Radikale verursacht wird. Die antioxidativen Eigenschaften von Papain helfen freie Radikale und somit den oxidativen Stress zu reduzieren. Das trägt ebenfalls zur Minderung von Entzündungsreaktionen bei.

Auch seine Wundheilungskräfte zählen zu seinen antientzündlichen Eigenschaften. 

3. 5. Anti aging für dein Gehirn

In einer Studie an Ratten wurde die anti-aging Wirkung von Carica Papaya auf das Gehirn untersucht. Den Ratten wurde acht Wochen lang 150 mg/kg D-Galactose injiziert, um eine künstliche Gehirnalterung zu verursachen. D-Galactose ist ein Einfachzucker, der in der Forschung oft verwendet wird, um künstliche Alterungsprozesse in Tieren hervorzurufen. Menschen nehmen D-Galaktose übrigens hauptsächlich durch den Konsum von Milch und Milchprodukten auf. In normalen Mengen wird dieser aber zur Energiegewinnung verstoffwechselt. 

Parallel dazu wurden die Ratten der Behandlungsgruppen mit 150 mg/kg Papayafruchtfleisch-Extrak bzw. 150 mg/kg Papayasamenextrakt behandelt. Die Negativ-Kontrollgruppe erhielt nur 0,9% Kochsalzlösung, während die Positiv-Kontrollgruppe zusätzlich zu D-Galactose 100 mg/kg Vitamin C erhielt. Nach der Behandlung wurden verschiedene Analysen durchgeführt, um die anti-aging Wirkung der Papayafruchtfleisch und -samen-Extrakte zu bewerten.

Die Ergebnisse zeigten, dass die Extrakte aus Papayafruchtfleisch und -samen die kognitiven Lernfähigkeiten, das Gedächtnis und die Muskelkraft der alternden Ratten erheblich verbesserten. Gleichzeitig reduzierten sie Stress- und Angstlevel. Außerdem erhöhten sie die Neurotransmitter-Konzentration und reduzierten oxidativen Stress. Die anti-aging Effekte vom Fruchtfleisch waren stärker als die der Samen.

Papaya schützt dein Gehirn also nicht nur vor degenerativen Erkrankungen, sondern wirkt vermutlich auch noch seiner Alterung entgegen!

3. 6. Papaya wirkt antikanzerogen

Sowohl In-vitro als auch In-vivo-Studien haben gezeigt, dass Komponenten der Papaya wie Tocopherol, Lycopin und Flavonoide das Wachstum von Tumorzellen hemmen und deren Zerstörung fördern können. 

Tocopherol (Vitamin E) ist ein starkes Antioxidans, das Zellen vor oxidativem Stress schützt und das Immunsystem stärkt. Es wirkt durch Neutralisierung freier Radikale, die DNA-Schäden verursachen und zur Krebsentstehung beitragen können.

Lycopin ist ein Carotinoid mit antioxidativen und antitumoralen Eigenschaften. Es ist bekannt dafür, das Wachstum von Tumorzellen zu hemmen und apoptotische Prozesse in Krebszellen zu fördern. Auch die Tomate enthält sehr viel Lycopin.

Diese Verbindungen können die Apoptose (programmierten Zelltod) in Krebszellen induzieren, das Tumorwachstum hemmen und die Vermehrung von Tumorzellen hemmen, indem sie in den Zellzyklus eingreifen und die DNA-Synthese stören. 

Durch die Reduktion von oxidativem Stress und die Neutralisierung freier Radikale können Tocopherol und Lycopin die Entstehung von DNA-Schäden verhindern, die zu Krebs führen können.

Papaya-Extrakte können außerdem die Produktion von immunmodulierenden Zytokinen wie Interleukinen und Tumornekrosefaktoren steigern, was zur Hemmung des Tumorwachstums beiträgt.

Bist du jetzt verwirrt, weil Papaya-Extrakte diese Zytokine ja andererseits auch hemmen? Das ist die Magie der Heilpflanzen. Sie wirken dort, wo sie gebraucht werden. 🙂  

3. 7. Papaya ist wirksam gegen Malaria und Dengue (Parasiten und Viren)

Papaya-Extrake, insbesondere aus den Blättern (kann man auch als Tee zubereiten) haben in Studien antimalariale (Malaria) und antivirale (Dengue-Virus) Eigenschaften gezeigt. 

Vor allem Extrakte aus Papayablättern besitzen antimalariale Eigenschaften. Die Wirkung wird auf verschiedene bioaktive Verbindungen in den Blättern zurückgeführt, die das Wachstum und die Vermehrung des Plasmodium-Parasiten hemmen können. Zusätzlich modulieren diese Extrakte das Immunsystem des erkrankten Menschen und können oxidative Schäden an den Parasitenzellen verursachen, was zu deren Tod führt. Auch in den Samen wurden entsprechende Wirkstoffe nachgewiesen. Deshalb werden die Samen und das Fruchtfleisch auch für die traditionelle Papaya-Kur gegen Parasiten verwendet. Dazu später mehr. 

Papaya-Extrakte haben sich außerdem als wirksam gegen das Dengue-Virus erwiesen. Diese Wirkung wird vor allem durch die Modulation der Thrombozytenzahl und die Stärkung des Immunsystems erreicht. Bestimmte bioaktive Verbindungen in der Papaya können die Produktion von immunmodulatorischen Zytokinen erhöhen, was zu einer verbesserten Immunantwort gegen Malaria und das Dengue-Virus führt. Es handelt sich um die Zytokine Interferon-gamma (IFN-gamma) und Tumornekrosefaktor-alpha (TNF-alpha), die eine entscheidende Rolle bei der Bekämpfung von Virusinfektionen und der Eliminierung von Parasiten spielen.

4. Traditionelle Papaya-Kur gegen Parasiten

Sowohl in Südamerika als auch in Asien ist dieses Vorgehen gegen Parasiten altbewährt und so eifach. Ich habe die Kur zum ersten Mal 2021 in Paraguay ausprobiert und wir machen sie seither eigentlich durchgehend, wann immer wir Papaya kaufen können. 

Du isst einfach – am besten morgens auf leeren Magen – ein gutes Stück Papaya + 15 Kerne. Das wars. Bei empfindlichem Magen bitte als Vorspeise vor deinem Frühstück essen. Das enthaltene Papain wirkt ja, wie du nun weißt, gegen Parasiten. Zudem fördert der Mix die Verdauung und räumt in deinem Magen-Darm-Trakt schonmal auf. Du kannst natürlich über den Tag noch mehr Fruchtfleisch essen. Mehr als 30 Kerne würde ich dir jedoch nicht empfehlen, da sie auch die Schleimhäute im Verdauungstrakt reizen können. Die Kerne schmecken leicht scharf, manchmal bitter und eignen sich auch als Zugabe im Salat. Wenn du Vollgas geben möchtest, kombiniere das mit einem Stück Ananas

5. Fazit Papaya und Papain

Hast du jetzt Lust auf Papaya bekommen? Leider ist diese gesunde Tropenfrucht in Mitteleuropa nicht wirklich verfügbar. Hier kommt aber ein kleiner Trost: Die Früchte kommen wenn, dann unreif an. Und wie du jetzt gelernt hast, ist die unreife Papaya besonders potent. Ich ermutige dich also dazu, dir eine unreife Papaya zu gönnen und sie einfach in den Salat zu schnippeln! Das schmeckt gut, glaub mir. In Asien ist Papayasalat eines der beliebtesten Gerichte. Ansonsten kannst du entsprechende Enzympräparate mit Papain kaufen. 

Guten Appetit! 

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