Kurkuma bei Magenschleimhautentzündung und Magengeschwür

Kurkuma-Honig
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Anja

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Kurkuma (Curcuma longa), das orange-gelbe Power-Rhizom aus Asien nimmt gerade einen prominenten Platz in meinem Alltag ein. Ich muss momentan eine leider erosiv gewordene Gastritis behandeln und werde dir Einblicke in meine Behandlung sowie fundierte Informationen zu Kurkuma, einem bewährten Heilmittel mit jahrtausende alter Tradition, geben. Kurkuma ist für mich ein effektives Mittel zur Behandlung von Magenschleimhautentzündung und ich habe auch bei erosiver Gastritis sehr gute Erfahrungen gemacht. Dieser Artikel enthält Affiliate-Links. Wenn du über einen dieser Links etwas buchst oder kaufst, erhalten wir eine Provision. Für dich entstehen dadurch keine zusätzlichen Kosten.

1. Mal wieder Gastritis. Wie ist es so weit gekommen?

1. 1. Historie und Ursachenforschung 

Ich habe seit gut zehn bis 15 Jahren mit wiederkehrender Gastritis (Magenschleimhautentzündung) zu tun. Bei weitem nicht regelmäßig, doch immer mal wieder. Mittlerweile kenne ich die vielfältigen Gründe dafür. Ganz kurze Zusammenfassung für dich, die dir vielleicht bei deiner eigenen Einordnung hilft: 

Zum einen ist das bei mir teils erblich bedingt. Zum anderen war die Schwangerschaft mit mir problematisch, da meine Mutter viel unter Übelkeit litt, teils mit Erbrechen und schwerem Flüssigkeitsverlust. Wenn man in die Themen Zellerinnerungen und Schwangerschaft eintaucht, wird einem vieles klarer. In meiner Jugend entwickelte ich eine Essstörung, die sich über viele Jahre hinzog. All die Jahre, in denen ich meinen Körper und vor allem mein Verdauungssystem schlecht behandelt habe, haben zusätzlich ihre Spuren hinterlassen. Dazu kommen gerade in den Jahren seit dem Suizid meines Vaters sehr viele Stressoren, die es mir oft schwer machen, abzuschalten. Vor allem seit 2020. Über die Darm-Hirn-Achse wird bei Stress und ständigem Alarmmodus der gesamte Verdauungstrakt auf verschiedene Arten negativ beeinflusst. 

1. 2. Gründe für die aktuelle Gastritis

Eine erosive Gastritis hatte ich noch nie. Und das, wo es mir gesundheitlich, seit meiner Darmsanierung vor einem Jahr, gut geht. Manchmal ist es einfach paradox. Dennoch gibt es Gründe. Die Magenprobleme begannen leise gegen Ende der schlaflosen 10 Wochen in Kuala Lumpur (Insomnia = Stress). Der pflanzliche Schlaftee, den ich mir zunächst in einer chinesischen Apotheke besorgt habe, hat meinen Magen zusätzlich gereizt, so dass ich ihn absetzen musste. Weitere Hilfsmittel waren in diesem Fall leider ebenso kontraproduktiv. Versuch macht bekanntlich kluch.

2. Die vertraute Naturapotheke außerhalb von Europa? Kann schwierig werden!

Kurzum kam so eines zum anderen und erst in Vietnam wurde die Entzündung dann richtig schlimm mit starken Schmerzen im Oberbauch. Obwohl es mir hier gut geht. Wieder einmal ein Paradoxon. Leichte Kost zu essen allein hat nicht mehr geholfen und ich kam hier kurzfristig nicht an vernünftige entzündungshemmende Kräuter, um beispielsweise morgens eine Kamillenrollkur zu machen. Dinge wie diese gehören zu den Risiken bei einem Lebensstil, wie unserem (Hellopachamama) und meine Kräuter fehlen mir extrem. Normalerweise schwöre ich bei Gastritis auf Kamille, doch die gibt es hier nicht und Kräuterkundige sind schwer zu finden. Meist erzählen die Leute irgendetwas, das nicht stimmt. Allerdings kann ich Kamille bestellen, was ich denn auch getan habe. Welche Kräuter und Heilmittel ich anwende, um die erosive Magenschleimhautentzündung zu behandeln, ließt du in meinem Artikel „Erosive Gastritis mit Phytotherapeutika, Hausmitteln und Mikronährstoffen behandeln”.

3. Kurkuma-Honig bei (erosiver) Magenschleimhautentzündung und Magengeschwür 

Kurkuma ist nicht nur gut für den Darm, sondern auch ein altbewährtes und wirksames Heilmittel bei (erosiver) Magenschleimhautentzündung und Magengeschwür. In Vietnam wird Kurkuma- oder Curcumin-Honig, der eine sehr potente Kombination gegen diese Erkrankungen darstellt, tatsächlich als fertiges Produkt verkauft. Kosteneffizienter ist die eigene Herstellung aus gutem Honig und bio Kurkuma. Das Verhältnis sollte 1:1 betragen.

Honig besitzt, wie Kurkuma, entzündungshemmende und antioxidative Eigenschaften. Er enthält Polyphenole, die ebenfalls die Produktion von Entzündungsmediatoren hemmen können. Zudem enthält er Vitamin C und E, die als Antioxidantien wirken. Studien haben gezeigt, dass die Kombination von Kurkuma und Honig die entzündungshemmenden und antioxidativen Effekte von Kurkuma im Magenbereich verstärken kann. *

Kurkuma wird bereits seit Jahrtausenden als Heilmittel verwendet und besitzt daher eine historisch belegte Daseinsberechtigung in unserem Gewürzregal. Mittlerweile ist es auch sehr gut auf seine entzündungshemmenden Effekte im Magen-Darm-Bereich und im Zusammenhang mit Gastritis und Magengeschwüren untersucht. Curcumin als die aktivste Komponente in C. longa zeigt in Studien eine deutliche gastroprotektive und antiulzerogene Aktivität. Die anti-Ulkus-Aktivität von Curcumin zeigt sich durch die Abschwächung verschiedener ulzerativer Effektoren, wie Magensäure-Hypersekretion oder Gesamtperoxide. Die Peroxidation von Membranlipiden und die oxidative Schädigung von Molekülen wird mit verschiedenen entzündlichen Erkrankungen wie Krebs, Geschwüren und weiteren in Verbindung gebracht. Curcumin scheint ein zentraler Inhaltsstoff zu sein, wenn es um diese Prozesse geht, und wird daher als spannender Kandidat im Umgang mit Magenschleimhautentzündungen und -geschwüren erforscht. Die Wirkung gleicht in einzelnen Studien bestimmten Mechanismen von Protonenpumpenhemmern. Kurkuma gilt vielen als gut verträglich.

Kurkumapulver erhöht im Laborversuch die Mucin-Sekretion (Schleimsekretion im Magen) bei Kaninchen und kann somit als Gastroprotektor gegen Reizstoffe wirken. Im Magen muss ein ausgewogenes Verhältnis von schützendem Schleim und verdauender Säure liegen. Ist das nicht der Fall, kommt es zu Verdauungsproblemen und im schlimmsten Fall zu entzündlichen Prozessen bis hin zu Geschwüren.

Zudem wird Curcumin in Studien im Zusammenhang mit Helicobacter pylori-Infektionen untersucht. Das Bakterium H. pylori ist eine der Hauptursachen für chronische Magenschleimhautentzündung und Magengeschwüre. Curcumin fördert das Wachstum und die Vermehrung eines Gegenspielerstammes zu H. pylori, was von Forschern als möglicher Mechanismus diskutiert wird.* *

4. Inhaltsstoffe von Kurkuma 

4. 1. Curcumin 

Curcumin ist der wichtigste Inhaltsstoff von Kurkuma. Es ist ein polyphenoler sekundärer Pflanzenstoff, der dem Gewürz seine gelbe Farbe verleiht. Curcumin zeigt in Studien zahlreiche potenziell gesundheitsförderliche Eigenschaften, darunter entzündungsmodulierende, antioxidative, krebsbezogene, neuroprotektive und immunmodulierende Effekte.

4. 2. Curcuminoide 

Curcuminoide sind die wichtigsten Inhaltsstoffe in Kurkuma. Zu ihnen gehört als Hauptbestandteil auch das Curcumin.

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4. 3. Ätherische Öle 

Ätherische Öle verleihen Kurkuma unter anderem seinen charakteristischen Geschmack und Geruch. Sie haben antibakterielle, antimykotische und antivirale Eigenschaften.

4. 4. Bitterstoffe und Scharfstoffe

Kurkuma zählt zu den Amara acria, den Bitterstoffen mit Scharfstoffen. Sie verleihen dem Rhizom seinen charakteristisch leicht bitter-scharfen Geschmack. Auch Ingwer, Galgant und schwarzer Pfeffer gehören zu dieser Gruppe.

4. 5. Vitamine und Mineralstoffe 

Kurkuma enthält eine Reihe von Vitaminen und Mineralstoffen, darunter Vitamin C, Vitamin B6, Kalium, Eisen, Mangan und Magnesium.

5. Wirkungen der Inhaltsstoffe von Kurkuma auf den Körper

5. 1. Curcumin

  • Entzündungshemmende Wirkung: Es hemmt die Produktion von Entzündungsmediatoren, die bei verschiedenen Erkrankungen eine Rolle spielen. Diese Wirkung wurde in zahlreichen Studien untersucht, unter anderem im Zusammenhang mit Arthrose, rheumatoider Arthritis, Morbus Crohn und Colitis ulcerosa. Sogar in Bezug auf die entzündungshemmenden Eigenschaften bei Depressionen (ja, Depressionen liegen meist Entzündungsprozesse zugrunde) wird Curcumin beforscht ******

  • Antioxidative Wirkung: Curcumin kann freie Radikale im Körper abfangen und so vor oxidativem Stress schützen. Oxidativer Stress ist eine der Hauptursachen für Alterung und chronische Krankheiten

  • Krebsbezogene Forschung: In Labor- und Tierstudien konnte Curcumin das Wachstum von Tumorzellen bremsen und Zelltod auslösen. In Tierstudien wurde gezeigt, dass Kurkuma das Wachstum von Krebszellen hemmt und deren Zelltod auslöst. Diese Ergebnisse stammen überwiegend aus experimentellen Modellen und lassen sich nicht 1:1 auf den Menschen übertragen

  • Alzheimer- und Parkinson-Forschung: Studien zeigen Hinweise darauf, dass Curcumin bestimmte kognitive Funktionen und die Plaquebildung im Gehirn beeinflussen kann. Es hemmt unter anderem Neuroinflammationen, die mit (Alzheimer-)Demenz in Verbindung gebracht werden. Wenn du Curcumin regelmäßig in deine Ernährung einbaust, kann das ein Baustein eines insgesamt gehirnfreundlichen Lebensstils sein – ein sicherer Schutz vor Demenz ist damit aber nicht verbunden ****

  • Herz-Kreislauf-Gesundheit: In Studien beeinflusst Curcumin Blutfettwerte und Blutdruck positiv und wird im Zusammenhang mit Arterienverkalkung diskutiert

  • Verdauung: Curcumin kann die Verdauung anregen und wird traditionell bei Beschwerden wie Blähungen, Verstopfung und träger Verdauung eingesetzt

  • Hautgesundheit: Curcumin wird in Studien im Zusammenhang mit oxidativem Stress der Haut und Hautbildern wie Akne und Schuppenflechte untersucht

  • Knochengesundheit: In Tier- und Zellstudien wurde untersucht, ob Curcumin die Knochendichte beeinflussen kann und welche Rolle es im Kontext Osteoporose spielen könnte

5. 2. Curcuminoide

Entzündungshemmende Wirkung: Curcuminoide im Allgemeinen werden mit ähnlichen entzündungsmodulierenden, antioxidativen und krebsbezogenen Effekten wie Curcumin in Verbindung gebracht.

5. 3. Ätherische Öle

Antibakterielle, antimykotische und antivirale Wirkung.

5. 4. Bitterstoffe und Scharfstoffe

Die enthaltenen Bitterstoffe und Scharfstoffe wirken tonisierend, wärmend, appetitanregend, verdauungsfördernd, schlackenausleitend und kreislaufanregend. 

5. 5. Vitamine und Mineralstoffe

  • Vitamin C: Vitamin C ist u. a. ein starkes Antioxidans

  • Vitamin B6: Vitamin B6 ist u. a. wichtig für den Stoffwechsel und das Nervensystem

  • Kalium: Kalium ist u. a. wichtig für den Blutdruck und die Herzgesundheit

  • Eisen: Eisen ist u. a. wichtig für die Blutbildung

  • Mangan: Mangan ist u. a. wichtig für den Stoffwechsel und das Nervensystem

  • Magnesium: Magnesium ist u. a. wichtig für die Muskeln und das Nervensystem

6. Bioverfügbarkeit: Korrekte Zubereitung von Kurkuma und Nahrungsergänzung

Ein großes Thema beim Verzehr von funktionalen Lebensmitteln oder auch Mikronährstoffen ist deren Bioverfügbarkeit. Denn nicht alle guten Inhaltsstoffe ausgewählter Lebensmittel kommen immer zuverlässig im Körper an. So auch beim Kurkuma. Um sich all die guten Eigenschaften des Curcumins zunutze zu machen, braucht es entweder Piperin aus dem schwarzen Pfeffer und / oder einen fetthaltigen Träger, wie (Pflanzen)Milch oder Kokosöl. Die berühmte goldene Milch verdankt ihre Wirksamkeit der Symbiose aus Fett und Kurkuma.


Mische also unter deinen frisch zubereiteten Kurkuma-Drink auch immer Fett und schwarzen Pfeffer. Beim Kochen wirst du wahrscheinlich sowieso auf Basis von Fett und Gewürzen arbeiten.

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Bei der Wahl von Kurkumaextrakt in Form von Kapseln solltest du darauf achten, dass Piperin im richtigen Verhältnis enthalten ist. Piperin aus dem schwarzen Pfeffer kann die Wirksamkeit von Curcumin um das 20 – 200-fache erhöhen. Das zeigen Studien. Für eine optimale Bioverfügbarkeit von Curcumin wird ein Verhältnis von Piperin zu Curcumin von 1:10 empfohlen. Dies bedeutet, dass auf 1 Gramm Curcumin 10 Milligramm Piperin kommen.

Habe ich dir (mehr) Lust auf Kurkuma gemacht? Mich hat das Schreiben motiviert generell wieder mehr Kurkuma in meinen Alltag einzubauen, da meine tägliche Zufuhr in Form meines Morgengetränks die letzten Monate von Kakao abgelöst wurde. Den kann ich gerade sowieso nicht trinken und bin wieder bei Kurkuma-Grüntee, momentan vorsichtshalber noch ohne Ingwer. 

Viel Spaß beim Gesundessen! 


💡Rechtlicher Hinweis: Dieser Artikel ersetzt keine medizinische Beratung. Ich bin keine Ärztin. Die Informationen basieren auf wissenschaftlicher Recherche und persönlichen Erfahrungen, stellen jedoch keine Therapieempfehlung dar. Bei gesundheitlichen Beschwerden konsultiere immer medizinisches Fachpersonal. 

* Antiulcer Effect of Honey in Nonsteroidal Anti-Inflammatory Drugs Induced Gastric Ulcer Model in Rats: A Systematic Review

**Turmeric (curcumin) remedies gastroprotective action

*** Anti-Inflammatory Effects of Curcumin in the Inflammatory Diseases: Status, Limitations and Countermeasures

**** Use of curcumin in diagnosis, prevention, and treatment of Alzheimer’s disease

FAQ: Häufige Fragen zu Kurkuma bei Magenschleimhautentzündung und Magengeschwüren

Kurkuma wird in Studien aufgrund seiner entzündungsmodulierenden, antioxidativen und schleimhautschützenden Eigenschaften untersucht. Der Wirkstoff Curcumin kann entzündliche Prozesse in der Magenschleimhaut beeinflussen und wird im Zusammenhang mit deren Regeneration diskutiert.

Studien geben Hinweise, dass Curcumin die Schleimhautbarriere stärken, das Milieu bei Helicobacter-pylori-Infektionen beeinflussen und die Regeneration bestehender Läsionen unterstützen kann – besonders im Rahmen einer insgesamt magenfreundlichen Ernährung, zum Beispiel auch in Form von Kurkuma-Honig.

urkuma kann die Bildung schützenden Magenschleims fördern, entzündliche Prozesse bremsen und oxidative Schäden reduzieren. In Studien wird es deshalb als eine Art pflanzlicher Schutzmantel für die gereizte Magenschleimhaut beschrieben.

Kurkuma kann die Bildung von schützendem Magenschleim fördern, entzündliche Prozesse bremsen und oxidative Schäden reduzieren. In Studien wird es deshalb oft als eine Art pflanzlicher Schutzmantel für die gereizte Magenschleimhaut beschrieben.

Bei akut gereiztem Magen ist es sinnvoll, Kurkuma zunächst in kleinen Mengen und zusammen mit warmen, reizarmen Mahlzeiten zu verwenden – ohne scharfe Gewürze oder viele Säuren. Auch Kurkuma-Tee oder Kurkuma-Honig sind probierenswert.

Das muss jeder für sich selbst entscheiden. Kurkuma ist eine wertvolle pflanzliche Ergänzung, ersetzt aber keine ärztliche Diagnose oder notwendige medikamentöse Therapie, besonders bei erosiver Gastritis oder Magengeschwüren.

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