Unsere Darmgesundheit ist ein komplexes Zusammenspiel verschiedener Faktoren. Von der Ernährung, Magengesundheit und Verdauungsleistung über Stress und Lifestyle bis hin zu Toxinen und Schwermetallen, die unseren Körper täglich belasten. Es ist keine leichte Aufgabe mehr, den Darm gesund zu halten und man muss schon aktiv sein und vor allem mehr tun, als sich gesund und ausgewogen zu ernähren. Drei wesentliche Zugaben, die die Darmgesundheit positiv beeinflussen, sind Probiotika, Präbiotika (Ballaststoffe) und Postbiotika. Doch was genau verbirgt sich hinter diesen ähnlichen Namen, und wie wirken sie jeweils? In diesem Artikel gebe ich dir einen schnellen Überblick. Der Artikel enthält Affiliate-Links.
- 1. Definition und Eigenschaften von Probiotika, Präbiotika und Postbiotika
- 2. Funktionen und Anwendungen von Probiotika, Präbiotika und Postbiotika
- 3. Einige Unterschiede zwischen Probiotika, Präbiotika und Postbiotika
- 4. Fazit zu Probiotika, Präbiotika und Postbiotika
- 5. Eine Darmflora-Analyse zeigt dir den richtigen Weg
1. Definition und Eigenschaften von Probiotika, Präbiotika und Postbiotika
1. 1. Probiotika
Probiotika sind lebende Mikroorganismen, die, wenn sie in ausreichender Menge eingenommen werden, dem Darm helfen, die Säuerungsflora wieder aufzubauen und gleichzeitig Fäulniskeime zu verdrängen. Es gibt manche Produkte mit Hefen, die z. B. bei Durchfallerkrankungen gegeben werden können. Doch in der Regel handelt es sich um Präparate mit lebenden Bakterien, die zur Säuerungsflora gehören und das Gleichgewicht im Darm wiederherstellen und unterstützen. Beispiele für probiotische Bakterien sind verschiedene Arten von Lactobacillus und Bifidobacterien.
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1. 2. Präbiotika / Ballaststoffe
Präbiotika, oder auch Ballaststoffe, sind unverdauliche Nahrungsbestandteile, die als Futter für die guten und nützliche Darmbakterien, also die Säuerungsflora dienen. Präbiotika finden sich in allen Gemüse- und Obstsorten sowie Saaten und Getreide, in geringerer und höherer Menge. Oder du führst sie über entsprechende Produkte wie Akazienfaser und Baobab zu, die sehr hochwertige Präbiotika sind. Dabei wirken nicht alle Ballaststoffe präbiotisch, sondern nur diese, die als Futter für die guten Darmbakterien gelten. Flohsamenschalen z. B. zählen nicht zu den Präbiotika. Achtung: Wenn du ein Problem mit Fäulniskeimen hast, fressen diese auch liebend gern diese Präbiotika und wachsen noch besser. Es ist also wichtig, eine Säuerungsflora im gesunden Maße im Darm zu haben, um diese zu ernähren. In meinen Artikel zu Präbiotika / Ballaststoffen gebe ich dir einen ausführlichen Überblick:
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1. 3. Postbiotika
Postbiotika sind Zubereitungen aus Stoffwechselprodukten nützlicher Mikroorganismen oder Komponenten probiotischer Organismen. Ein Beispiel hierfür ist das Bakterienlysat aus E.Coli, das zur Stärkung der Darmschleimhaut gegeben werden kann.
2. Funktionen und Anwendungen von Probiotika, Präbiotika und Postbiotika
2. 1. Funktionen und Anwendungen von Probiotika
- Stellen das Gleichgewicht der Darmmikrobiota wieder her und helfen, es aufrechtzuerhalten
- Unterstützen das Immunsystem
- Fördern die Verdauung und verbessern die Nährstoffaufnahme
- Produzieren gesundheitsfördernde Substanzen wie kurzkettige Fettsäuren
- Verdrängen Fäulniskeime und andere schadhafte Organismen wie Pilze
Probiotika sind das klassische Mittel bei einer gezielten Darmsanierung und zur Aufrechterhaltung einer gesunden Darmflora im Gleichgewicht. Sie werden auch begleitend zur Antibiotikaeinnahme und als Nachbehandlung gegeben oder bei Durchfallerkrankungen. Probiotika unterstützen und stärken die Darmflora, damit auch das Immunsystem und helfen bei der Behandlung vieler Symptome und Erkrankungen wie Allergien, Hautkrankheiten, Asthma oder Unverträglichkeiten.
2. 2. Funktionen und Anwendungen von Präbiotika
- Dienen als Nahrungsquelle für nützliche Darmbakterien
- Fördern das Wachstum spezifischer gesundheitsfördernder Mikroorganismen
- Tragen zur Produktion gesundheitsfördernder Stoffwechselprodukte bei
Präbiotika fördern das Wachstum nützlicher Bakterien im Darm und können bei entzündlichen Darmerkrankungen unterstützend wirken. Wie bereits erwähnt, sind sie das Futter für die guten Bakterien. Ohne ausreichend Ballaststoffe, keine Säuerungsflora! Ist zu wenig Säuerungsflora vorhanden, fressen auch die Fäulniskeime die Präbiotika.
2. 3. Funktionen und Anwendungen von Postbiotika
- Wirken entzündungshemmend
- Modulieren das Immunsystem
- Unterstützen und stärken die Darmbarriere
Postbiotika unterstützen das Gleichgewicht der Darmflora, indem sie das Wachstum nützlicher Bakterien fördern. Forschungen zeigen, dass Postbiotika Wachstum, Aktivität und Funktionalität der guten Darmflora fördern können und sie so gegen schädliche Mikroorganismen schützen. Sie sind Vermittler zwischen dem Darmmikrobiom und bestimmten Stoffwechselwegen im Körper, die eine bedeutende Rolle für das gesamtkörperliche Gleichgewicht spielen.
Forschungsergebnisse zeigen auch, dass sowohl Pro-, Prä- als auch Postbiotika die Schlafqualität verbessern, inden sie die Einschlafzeit verkürzen, die Schlafdauer verlängern und den Tiefschlaf verbessern. Zudem wirken sie sich positiv auf depressive Symptome, Stress und Angstzustände aus. Siehe Psychobiotika.
3. Einige Unterschiede zwischen Probiotika, Präbiotika und Postbiotika
3. 1. Lebensfähigkeit
Probiotika enthalten lebende Mikroorganismen, während Prä- und Postbiotika keine lebenden Bestandteile enthalten. Es ist also wichtig, Probiotika in magensaftresistenten Kapseln oder als magensaftresistente Variante einzunehmen.
3. 2. Stabilität
Postbiotika sind in der Regel stabiler als Probiotika. Sie haben eine längere Haltbarkeit und eine bessere Toleranz gegenüber Umwelteinflüssen.
3. 3. Sicherheit
Da Postbiotika keine lebenden Bakterien enthalten, können sie für bestimmte Personengruppen, wie immungeschwächte Menschen, sicherer sein. Ballaststoffe, wie Inulin, können Unverträglichkeitsreaktionen auslösen.
3. 4. Wirkmechanismus
Probiotika wirken durch lebende Mikroorganismen, Präbiotika dienen als Nahrung für die nützlichen Bakterien und Postbiotika bieten Vorteile durch mikrobielle Bestandteile oder Stoffwechselprodukte.
4. Fazit zu Probiotika, Präbiotika und Postbiotika
Pro-, Prä- und Postbiotika bieten unterschiedliche Ansätze und Wirkungen, um die Darmgesundheit zu verbessern und das Wohlbefinden zu steigern. Während Probiotika durch lebende Mikroorganismen wirken und Präbiotika als Nährstoffe für diese Mikroben fungieren, liefern Postbiotika wichtige Stoffwechselprodukte, von denen Darm und Körper profitieren. Die Kombination dieser Stoffe – ja nach Befund – ist der Weg zum Ziel, stärkt langfristig das Darmmikrobiom und trägt zur Prävention und Behandlung verschiedener Erkrankungen bei.
Die Forschung steckt hier noch in den Kinderschuhen, doch es gibt immer wieder neue Erkenntnisse, die das bisherige Wissen unterstützen, weiterführen und die auch für positive Überraschungen sorgen.
5. Eine Darmflora-Analyse zeigt dir den richtigen Weg
Welcher Weg für dich der richtige ist, zeigt eine Analyse deiner Darmflora oder des Mikrobioms. Wenn du mehr über meine Arbeit wissen möchtest, schreib mir eine Mail oder buche ein kostenloses Kennenlernen, wenn du eine Darmsanierung in Angriff nehmen möchtest. Ich freue mich auf dich!
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Postbiotics as the key mediators of the gut microbiota-host interactions
The clinical evidence for postbiotics as microbial therapeutics
Probiotics, prebiotics and postbiotics for better sleep quality: a narrative review
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FAQ: Probiotika, Präbiotika und Postbiotika
Was ist der Unterschied zwischen Probiotika, Präbiotika und Postbiotika?
Probiotika sind lebende Mikroorganismen, die dem Körper gesundheitlich nützen. Präbiotika sind unverdauliche Nahrungsbestandteile, die das Wachstum nützlicher Darmbakterien fördern. Postbiotika sind die Stoffwechselprodukte dieser Bakterien, z. B. kurzkettige Fettsäuren.
Wie wirken Probiotika im Darm?
Probiotika können die Zusammensetzung des Mikrobioms verbessern, das Immunsystem regulieren, Entzündungen hemmen und die Darmschleimhaut schützen. Ihre Wirkung ist stammabhängig und wissenschaftlich gut untersucht, z. B. bei Reizdarm oder nach Antibiotika.
Was sind präbiotische Ballaststoffe?
Präbiotika sind fermentierbare Pflanzenfasern wie Inulin, Fructooligosaccharide (FOS) oder resistente Stärke. Sie dienen gezielt den nützlichen Bakterien als Nahrung.
Was sind Postbiotika und welche Funktion haben sie?
Postbiotika sind Zubereitungen aus bakteriellen Stoffwechselprodukten, wie kurzkettige Fettsäuren, Peptide, Enzyme oder andere. Sie wirken entzündungshemmend, fördern die Regeneration der Darmschleimhaut und stabilisieren das Immunsystem – auch ohne lebende Bakterien.
Wann sind Postbiotika sinnvoller als Probiotika?
Postbiotika sind bei sehr empfindlichen Darmzuständen oft besser verträglich, weil sie keine lebenden Keime enthalten. Besonders bei Histaminintoleranz, Leaky Gut oder nach schwerer Dysbiose können sie ein erster Schritt zur Stabilisierung sein.
Welche Rolle spielen Butyratbildner für die Darmgesundheit?
Butyratbildner wie Faecalibacterium prausnitzii oder Roseburia spp. gehören zu den wichtigsten Schutzbakterien im Darm. Sie produzieren Buttersäure (Butyrat), die entzündungshemmend wirkt, die Darmbarriere stärkt und den Dickdarm mit Energie versorgt.
Sollte man Probiotika, Präbiotika und Postbiotika kombinieren?
Das kann man, je nach Befund, machen und idealerweise ergänzen sie sich. Probiotika wirken gezielt gegen Dysbiosen, Präbiotika fördern deren Ansiedlung, und Postbiotika liefern die direkten Stoffwechselprodukte. Die Auswahl sollte jedoch individuell erfolgen, je nach Zustand des Darms.